Japan – seine Sitten und Gepflogenheiten

Wer wie ich häufig in Japan weilt und dort lebt, der hat dieses wunderbare Land schnell in sein Herz geschlossen. Seine Traditionen und Gebräuche sind dabei stark im Widerspruch zu jenen, die wir aus unserer westlichen Kultur kennen. Deshalb habe ich auf dieser Website viele Informationen dazu zur Verfügung gestellt.

Sitztechniken – Richtiges Sitzen will gelernt sein

Die meisten Westler sind es nicht gewohnt auf dem Boden zu sitzen. In Japan ist es jedoch in vielen Situationen üblich aufrecht auf dem Boden zu sitzen. Zum Beispiel werden Mahlzeiten traditionell auf einem Tatamiboden um einen niedrigen Tisch gehalten. Das Sitzen auf dem Boden ist auch während der Teezeremonie und anderer traditioneller Veranstaltungen üblich. Die formelle Art für beide Geschlechter zu sitzen, ist das Knien, was Seiza genannt wird. Menschen, die es nicht gewohnt sind im Seiza-Stil zu sitzen, können sich nach einigen Minuten unwohl fühlen. Von Ausländern wird normalerweise nicht erwartet, dass sie lange Zeit im Seiza-Stil sitzen können, und auch eine zunehmende Zahl von Japanern ist dazu nicht mehr in der Lage. In ungezwungenen Situationen sitzen Männer in der Regel mit gekreuzten Beinen, Frauen mit beiden Beinen zur Seite. Ersteres gilt als ausschließlich männlich, letzteres als ausschließlich weiblich.

Auf die Sitzordnung kommt es an

Der wichtigste Gast sitzt auf dem Ehrenplatz, dem sogenannten Kamiza, der am weitesten vom Eingang entfernt ist. Befindet sich ein Tokonoma im Raum, sollte der Gast davorsitzen. Der Gastgeber oder die am wenigsten wichtige Person soll neben dem Eingang Platz nehmen.

Gastfreundschaft durch Geschenke zeigen

Schenken ist ein allgemeiner Bestandteil der japanischen Kultur. Verschiedene Arten von Geschenken werden zu verschiedenen Anlässen gegeben, wie nachstehend beschrieben. Besonderes Augenmerk wird auf das Verpacken von Geschenken gelegt. Wenn das Geschenk nicht gut verpackt ist, sollte es mindestens in einer Tüte abgegeben werden, vorzugsweise in einer Tüte des Geschäfts, in dem das Geschenk gekauft wurde. Geschenke in Vierergruppen werden normalerweise vermieden, weil sie als Unglückszahl angesehen werden, denn das japanische Wort für vier wird genauso ausgesprochen wie das Wort für Tod. Bei der Übergabe eines Geschenks verwenden sowohl der Schenkende als auch der Empfänger beide Hände.

Omiyage und Temiyage

Omiyage sind Souvenirs, die von einer Reise mit nach Hause gebracht wurden, während Temiyage kleine Dankeschöns sind, die Sie mitbringen, wenn Sie jemanden besuchen. Japanische Touristen tendieren dazu viele Souvenirs für ihre Freunde, Verwandten und Mitarbeiter zu kaufen. Infolgedessen gibt es bei Touristenattraktionen und auf Flughäfen viele Souvenirläden, die auf lokale Lebensmittel und Produkte spezialisiert sind. Wenn ausländische Besucher Freunde oder eine Gastfamilie in Japan treffen, ist es nicht zwingend erforderlich, Geschenke mitzubringen, aber es ist eine nette Geste. Zu den empfohlenen Geschenkartikeln zählen Lebensmittel, Getränke oder andere Produkte aus Ihrem Heimatland.